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Die Subkommission Quartär (SKQ) ist Bestandteil der Deutschen Stratigraphischen Kommission (DSK), die dem Deutschen Nationalkomitee (DNK) angehört. Das DNK fungiert als Dachorganisation und ist in der International Union of Geological Sciences (IUGS) verankert. Die Arbeit der SKQ basiert auf der Satzung der DSK.

Die Subkommission Quartär beschäftigt sich insbesondere mit der stratigraphischen Einstufung von geologischen Bildungen sowie der Benennung und Beschreibung von stratigraphischen Einheiten auf dem Gebiet von Deutschland, die nicht älter als 2,6 Millionen Jahre sind.

Das Quartär ist durch zyklische Klimaschwankungen gekennzeichnet, d. h. durch den vielfachen Wechsel von Warm- und Kaltzeiten, verbunden mit ausgedehnten Inlandeisvergletscherungen auf der nördlichen Hemisphäre. Die Quartär-Stratigraphie ist hauptsächlich klimatisch begründet und widerspiegelt sich lückenlos in den Änderungen des Verhältnisses der Sauerstoffisotopen 18O/16O von Tiefseesedimenten, das wesentlich durch den Umfang der Gletschereisbindung von Meerwasser bestimmt wird. Einen allgemeinen Überblick über die Stratigraphie des Quartärs im globalen Rahmen geben GIBBARD & VAN KOLFSCHOTEN (2004) sowie für Deutschland LITT et al. (2005).
Im nördlichen Mitteleuropa erfolgt die Quartärgliederung vor allem durch die Ver-knüpfung paläontologisch charakterisierter limnischer oder mariner Warmzeit-Ablagerungen, fossiler Verwitterungsbildungen (Paläoböden), kaltzeitlicher Schotterkörper und Grundmoränen. Zunehmende Bedeutung erlangen absolute Altersbestimmungen. Die Korrelation der vielgliedrigen, aber meist lückenhaften terrestrischen Profile mit den kontinuierlichen Profilen aus dem marinen Bereich ist bisher nur für das Holozän und das Jungpleistozän gesichert.

Nachrichten

  • 16. März 2010
    Neumark-Nord
  • 4. Juli 2009
    2,6ma Quartär

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